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Schlesien - Kunst und Kulturschätze


Programm:

I Tag: Legnica [Liegnitz] / Legnickie Pole [Wahlstatt] / Świdnica [Schweidnitz] (Friedenskirche) / Krzyżowa [Kreisau] / Wrocław [Breslau] (1. Übernachtung in Breslau)

II Tag: Wrocław / Besichtigung: Altstadt, Dominsel, Universität, Jahrhunderthalle + Rundfahrt mit Oldtimer-Straßenbahn + Japanischer Garten

III Tag: Wrocław [Breslau] (Stadtteil der Toleranz) / Brzeg [Brieg] (Schloss)


Aktiv, interessant, lehrreich und voller Abwechslungen.



Sehenswerte Orte:

  • Wrocław / Breslau, die Hauptstadt der Wojewodschaft Niederschlesien, ist eine der ältesten und schönsten Städte in Polen. Am Fuße des Sudetengebirges, an der Oder gelegen, gebaut zwischen zahlreichen Nebenflüssen und Kanälen liegt die Stadt einzigartig auf 12 Inseln und 112 Brücken. Aufgrund der zahlreichen Brücken und Stege wird die Stadt auch als Venedig Polens bezeichnet. Von der Zeit des frühen Mittelalters zeugt die Dominsel, die in ihrem wunderbar erhaltenen Zustand eines der schönsten in Europa existierenden Baukomplexe darstellt. Das Breslauer Rathaus zählt zu einem der wunderbarsten gotischen Gebäude Mitteleuropas. Gleichzeitig kann man in Europa einen der größten Barocksäle Polens besichtigen, der bis in unsere Zeit erhalten geblieben ist die Aula Leopoldina. Sie befindet sich im Hauptgebäude der Universität, das aus dem 17. Jahrhundert stammt.

  • Brzeg / Brieg, gelegen auf dem halben Weg zwischen Breslau und Oppeln, ist eine der ältesten und schönsten Städte Schlesiens. Die einst auf dem Gebiet Briegs situierte Fischer- und Händlersiedlung Wissoke Brzeg ist zum ersten Mal 1234 urkundlich erwähnt worden. Auf die Entstehung der Stadt wirkte sich die günstige Lage positiv aus, Brieg als Knotenpunkt wichtiger Handelswege verband die Zentren des mittelalterlichen Schlesiens mit Nachbarstaaten.

  • In Breslau wurde die Zusammenarbeit von 4 Gemeinden - katholisch - orthodox - lutherisch - jüdisch - im Stadtviertel der Toleranz gegründet. Kinder werden gemeinsam an die unterschiedlichen Religionen und Frömmigkeiten, Kultur, Tradition und Feste herangeführt. Die Menschen wohnen im gleichen Stadtbezirk, sehen sich im Alltag, die Kinder spielen zusammen und lernen sich besser zu akzeptieren. Toleranz und Zusammenarbeit ist das Bildungskonzept. Die jüdische Schule wird als öffentliche Schule anerkannt. Auch Schülerinnen und Schüler anderer Glaubensrichtungen werden hier unterrichtet.

  • Krzyżowa / Kreisau - ehemals Kreisau ist ein Ort der Begegnung und des Dialogs, er lebt von der Unterschiedlichkeit der Menschen, die dort zusammen kommen. Krzyzowa - Kreisau ist ein Ort des Brückenbaus zwischen gestern und heute und den Menschen zwischen Ost und West.
    Es ist ein Ort mit deutscher Vergangenheit des Widerstands gegen das Hitler-Regime, bezogen besonders auf die Person Helmuth James von Moltkes, dem Kreisauer Kreis. Das ehemalige Gut ist wieder aufgebaut als Stiftung Kreisau für Europäische Verständigung und ist ein Ort der Vergangenheitsbewältigung in Polen - mit dem Blick in die Zukunft für Versöhnung und Begegnung unterschiedlicher Nationen.

  • Trzebnica / Trebnitz - die Stadt der Hl. Hedwig, der Patronin Polens und Schlesiens, der Städte Breslau, Krakau, und Berlin. Hedwig stammte aus dem Geschlecht der Grafen von Andechs. In den 70er Jahren, vielleicht auch erst zu Beginn der 80er Jahre des 12. Jahrhunderts wurde sie als Tochter Graf Bertholds IV. von Andechs-Meranien geboren und im Benediktinerinnenkloster Kitzingen erzogen, das dem Bischof von Bamberg, damals Hedwigs Onkel Otto II. von Bamberg, unterstand. Als eine ihrer Erzieherinnen wird eine Nonne mit Namen Petrissa genannt, die später die erste Äbtissin von Trebnitz werden sollte. Im heiratsfähigen Alter wurde Hedwig mit dem Piastenherzog Heinrich l. von Schlesien vermählt. Aus dieser Ehe gingen sieben Kinder hervor. Sie unterstützte ihren Gemahl bei der Vertiefung des christlichen Lebens und förderte mit ihm auch die kulturelle Entwicklung des Landes. Wie ihre Nichte, die hl. Elisabeth, ist sie ein Vorbild christlicher Nächstenliebe. 1238 wurde sie Witwe, drei Jahre später fiel ihr ältester Sohn Heinrich im Kampf gegen die Mongolen. Sie starb am 15. Oktober 1243 im Zisterzienserinnenkloster Trebnitz, das sie 1203 zusammen mit ihrem Gemahl gegründet und in dem sie als Witwe gelebt hatte. Sie wurde in der Klosterkirche begraben und bereits 1267 heilig gesprochen.

  • Świdnica / Schweidnitz ist eine Stadt 50 Kilometer südwestlich von Breslau in einem fruchtbaren Tal zwischen dem Zobten- und dem Eulengebirge an der Weistritz. Świdnica ist ehemaliger Hauptort des Herzogtums Schweidnitz-Jauer, beheimatet die seit 2001 zum Weltkulturerbe der UNESCO gehörende Friedenskirche. Zu den Beschlüssen des Westfälischen Friedens im Jahre 1648 gehörte die Erlaubnis für die schlesischen Protestanten, drei Kirchengebäude zu bauen: in Glogau, Schweidnitz und Jauer. Allerdings musste eine ganze Reihe von Bedingungen erfüllt werden: Steine und Ziegel waren als Baumaterial verboten, nur Holz, Lehm und Stroh durften verwendet werden. Die Kirchen mit Türmen oder Glocken zu versehen war ebenfalls nicht gestattet. Als Standorte kamen nur Plätze außerhalb der Stadtmauern in Frage. Die Bauzeit durfte die Dauer eines Jahres nicht überschreiten. Die Baukosten hatte die Gemeinde zu tragen.