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Schlesien mal anders
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Warum Schlesien?


Schlesien war ein wahrer Schmelztiegel von Nationen und Kulturen, einst den Einflüssen der Großmächte Preußen, Russland und Österreich ausgesetzt, später geprägt von Polen, Deutschen und Tschechen. Schlesien ist das ideale Reiseziel für diejenigen, die sich für die reichhaltige und wechselhafte Geschichte dieser besonderen Region interessieren, die sich von der schönen Landschaft und einzigartigen Natur angezogen fühlen und die das breitgefächerte Kulturangebot wahrnehmen möchten.


Schlesien kennen lernen bedeutet, etwas über sich und über gegenseitige Beziehungen zu erfahren, wie insbesondere Besucher aus anderen Regionen Polens und aus Deutschland sicherlich feststellen werden. Schlesien, das zehnfach interessante Land, lässt einen nicht mehr los.

Aufgrund seiner günstigen Lage und seiner Bodenschätze war Schlesien einerseits ein Magnet für Kaufleute und Industrielle, andererseits ein Tummelplatz für Goldsucher, Abenteurer und Andersgläubige. Schlesien war Kriegsschauplatz, aber auch ein Beispiel für harmonisches Zusammenleben in Friedenszeiten. Es ist zum Greifen nah, dieses faszinierende Land - mitten im vereinten Europa, zwischen Krakau und  Dresden,  zwischen Posen und Prag.



Warum anders?


Schlesien ist ein schillerndes Mosaik, das sich nicht so einfach erschließen lässt. Dieses Land ist immer für eine Überraschung gut und  vielleicht  ganz anders, als manch einer sich vorstellt.  Man muss Schlesien aus vielen Perspektiven betrachten, um die Region wirklich kennen- und verstehen zu lernen. Dann wird man sich dem Zauber dieses einzigartigen Landes nicht mehr entziehen können. Denn SchIesien ...



  • ist einerseits naturfeindliche Industrie (Bergbau- und Hüttenlandschaft um Kattowitz, Königshütte, Beuthen) und andererseits eine europaweit einzigartige Naturlandschaft (z.B. 62 Naturschutzgebiete in Oberschlesien, einzigartige Fauna und Flora des Sudetengebirges, Niederschlesische Heide, Vogelschutzgebiet Priemkenau Teiche).

Aber nicht nur das: Schlesien das sind sowohl ungebändigte Abschnitte der Oder als auch wunderschöne Talsperrenlandschaften (Queistalsperren, Żywiecer See). Es besitzt das größte Kurangebot in Polen (Kurorte um Glatz, Bad Warmbrunn usw.),



  • das sind Bildungs- und Forschungszentren (Breslauer Universität seit 1703, zwölf schlesische Nobelpreisträger, für die mittelalterliche Wissenschaft Europas bedeutsame Gymnasien und städtische Schulen sowie Ordensschulen: Matthiasgymnasium und Elisabethgymnasium in Breslau, Zisterzienser Gymnasium in Groß Rauden, Jesuitengymnasium Collegium Carolinum in Neiße sowie religiöse und geistige Zentren (schlesische Heilige und Selige: der hl. Hyazinth, der selige Ceslaus von Breslau., die hl. Hedwig, zahlreiche schlesische Sanktuarien: Wartha, Deutsch Piekar, Annaberg, Trebnitz, Grüssau ....).

Aber nicht nur das: Schlesien war auch Mittelpunkt der mystischen Bewegung im Barock, deren bedeutendste Vertreter  der Görlitzer Schuhmacher Jakob Böhme und der Breslauer Barockdichter Angelus Silesius waren,



  • das sind zwei Kulturen und Nationen: die deutsche (aus Schlesien stammten bedeutende Persönlichkeiten wie Joseph von Eichendorff / Rattibor, Gerhart Hauptmann / Riesengebierge, Alois Alzheimer / Breslau, Martin Opitz / Bunzlau,  Max Born / Breslau, Baumeister Carl G. Langhans /  Landeshut, Gustav Freitag / Kreuzburg, Dietrich Bonhoeffer / Breslau, Kinderschriftsteller Janosch / Zaborze, Stardirigent Kurt Masur / Brieg usw.) und die polnische (wie z.B. eine relativ große polnische Minderheit im preußischen Schlesien, der schlesische Dialekt -Wasserpolnisch, die Schlesischen Aufstände).

Aber nicht nur das: Schlesien ist in erster Linie die Heimat der Schlesier, der Einheimischen aber auch der Tschechen und Juden, deren Gemeinden von großer Bedeutung für die Kultur Schlesiens sind. So sind viele Namen schlesischer Städte tschechischen Ursprungs.  Die jüdische Bevölkerung trug zum wirtschaftlichen Wohlstand zahlreicher schlesischer Städte bei.



  • liefert viele Gründe stolz zu sein ("Kreisauer Kreis", zum Einen als Zentrum des bürgerlichen Widerstandes gegen den Faschismus im Zweiten Weltkrieg, zum Anderen als Zentrum der deutsch-polnischen Aussöhnung und europäischen Verständigung) aber auch schwierige Themen (die Schlesischen Aufstände, die Nazizeit in Schlesien, die Vertreibungen nach 1945, Arbeitslager für ausgesiedelte deutsche Einwohner in Lamsdorf bei Oppeln).

Aber nicht nur das: Schlesien bietet Vergnügungs- und Erholungszentren, wie z.B.  das Riesengebirge, als eines der ältesten touristischen Ziele in Europa, magische Berge  wie der Zobtenberg oder der Annaberg.



  • ist für viele ein Synonym für schwere Arbeit (in der Landwirtschaft oder in der Zeit der Industrialisierung) und sagenhaftes Vermögen (beispielhaft ist hier das Leben des "preußischen Zinkkönigs" - Karl Godulla, welcher zu den wohlhabendsten Europäern des 19. Jahrhunderts gehörte und die mit ihm verbundene nahezu märchenhafte Geschichte des schlesischen Aschenbrödels, Johanna Gräfin von Schaffgotsch).

Aber nicht nur das: Mit Schlesien sind zahlreiche Sagen und Legenden verbunden, wie des im Riesengebirge beheimateten Rübezahl und des oberschlesischen Grubengeistes Skarbek.



  • machte mehrere schwere Kriegszeiten durch (Schlacht bei Liegnitz, Dreißigjähriger Krieg, Schlesische Kriege, Napoleons Feldzug, schlesische Militärarchitektur: die Festungen Neiße, Glatz, Glogau, Silberberg, Festung Breslau 1945) und blühte in Friedenszeiten auf (z.B. die Friedenskirchen des 17. Jahrhunderts, Architektur, Infrastruktur und Kunst - von Gotik über Barock und Gründerzeit, bis hin zur Moderne - mit zahlreichen architektonischen Juwelen wie Grüssau, Leubus, Breslau oder Neiße, die erste Eisenbahnlinie Breslau-Ohlau auf dem Gebiet des heutigen Polens.

Aber nicht nur das: In Schlesien fanden auch verschiedene Gruppen Andersgläubiger und Abtrünniger Unterschlupf: Hussiten (Husinec-Gęsiniec, Eulengebirge), Wallonen (Breslau und Riesengebirge), Waldenser (Riesengebirge, Schweidnitz), tiroler Protestanten (Zillerthal-Erdmannsdorf), Schwenckfelder (Glatz und Eulengebirge), Hollender (Wilamowice/Wilmesau),



  • hat zwei verschiedene Farben: das Weiß des schneebedeckten Gipfels der Schneekoppe oder der mit Zementstaub bedeckten Gegenden um die Oppelner Zementwerke und das Schwarz der Kohlenabbaugebiete.

Aber nicht nur das: Schlesien ist auch das satte Grün der Wälder, welche früher zahlreiche Möglichkeiten zur Jagd boten (Pless, Klitschdorf), das Gold im Familienwappen der Schlesischen Piasten oder in den Wappen vieler schlesischer Städte, das Blau der Oder und anderer Flüsse Schlesiens, das Rot der Fensterrahmen der oberschlesischen "familoki" (Familienwohnhäuser).



  • ist ein Knotenpunkt der Kulturen des Nordens und des Südens, die in Schlesien aufeinander trafen - über die Bernsteinstraße, welche sich von Danzig über Prag bis Rom erzog und so die Entwicklung zahlreicher schlesischer Städte wie Breslau, Schweidnitz und Glatz nachhaltig prägte. Die Zivilisationen des Ostens und des Westens verband wiederum die von Kiev, über Krakau nach Dresden und weiter gen Westen verlaufende Via Regia - Hohe Straße, die ebenso zu Schlesiens kultureller und wirtschaftlicher Vielfalt beitrug.

Aber nicht nur das: In Schlesien kreuzten sich wichtige Pilgerwege (Jakobsweg, Zisterzienserweg), Europas Quellen spiritueller und geistiger Kraft.