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Breslau/Via Regia PDF Drukuj

Breslau (poln. Wrocław)


Autobahnausfahrt Nr. 154: Bielany Wrocławskie und weiter die Strasse Nr. 8 ins Zentrum (zur ul. Ślężna 37/39)




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Breslau ist eine Stadt an der Oder. Mit über 630.000 Einwohnern ist sie die viertgrößte Stadt Polens, Hauptstadt der Woiwodschaft Niederschlesien, kreisfreie Stadt und Verwaltungssitz des gleichnamigen Landkreises. Breslau gilt als Hauptstadt der historischen Region Schlesien und war bis 1945 eine Großstadt im Deutschen Reich.




Im 20. Jahrhundert war es bis 1918 preußische Residenz- und Hauptstadt der Provinz Schlesien, 1919 bis 1938 sowie 1941 bis 1945 Hauptstadt der Provinz Niederschlesien. Im Zweiten Weltkrieg wurde die schwer beschädigte Stadt von der aus dem Osten vorrückenden Roten Armee als eine der letzten Städte des Reichs erobert. Die deutschen Breslauer wurden vertrieben und die Stadt wurde unter polnische Verwaltung gestellt, später dem polnischen Staat angeschlossen. Polnische Siedler und Zwangsumgesiedelte, zum Teil aus Lemberg / L'viv und anderen Städten des bisherigen Ostpolen, kamen in die Stadt und übernahmen die Häuser der deutschen Vorbewohner. (Quelle: Wikipedia) Mehr auf: www.wroclaw.pl


Besonders sehenswert:


Der jüdische Friedhof an der ulica Ślężna ist derzeit Teil des Museums für Friedhofkunst, welches ein Zweig des Stadtmuseums Breslau ist. Die Gesamtfläche des Friedhofs beträgt 4,6 ha. Etwa 12.000 Gräber von Juden aus Breslau und weiter entfernten Städten wie Danzig, Warschau, Bonn, Hamburg, oder Boston befinden sich auf dem Friedhof. Diese Nekropole, ein Begräbnisort vieler bekannter Persönlichkeiten, nicht nur aus Breslau, sondern aus ganz Europa, ist für Historiker besonders interessant.

Dieser jüdische Friedhof unterscheidet sich deutlich von denen Osteuropas. Er zeichnet sich durch vielfältige Grabkunst, reiche Symbolik, ungewöhnliche Verzierungen der Mazewen, sowie seine Bauwerke aus. Manche von ihnen sind in mauretanischem oder ägyptischem Stil gebaut. Es ist ein außergewöhnlicher Ort mit einer originellen und einzigartigen Zusammenstellung aus Grabskulpturen, Grabsteinen (Stelen, Säulen, Obelisken, steinernen Baumstämmen, Tumben, Sarkophagen) und Grabbauten (Kapellen, Mausoleen, Grabmälern in Form von Säulengängen, Baldachinen, Portalen o.ä.). Der Friedhof wurde im Jahre 1856 angelegt, der älteste Grabstein der Ausstellung ist ein am 4. August 1203 in der Ohlauer Vorstadt in Breslau gefertigtes Denkmal für Rabbi Dawid. Auf dem alten jüdischen Friedhof in Breslau befinden sich die Gräber vieler bedeutender Bürger, u.a. : Ferdinand Lasalle (1825- 1864) - Sozialist und Begründer der ersten deutschen Arbeiterpartei; Heinrich Graetz (1817-1891) - bekannter jüdischer Historiker (Begründer der historischen Schule); Ferdinand Cohn (1828-1898) - weltbekannter Botaniker, Mitarbeiter von Robert Koch; Hermann Cohn (1836-1906) - hervorragender Augenarzt; Leopold Auerbach (1828-1897) - weltbekannter Biologe; Friederike Kempner (1828-1904) - bekannte schlesische Schriftstellerin; Augusta und Siegfried Stein - die Eltern von Edith Stein - Teresia Benedicta vom Kreuz; Clara Sachs (1862-1921) - bekannte Malerin des Impressionismus; Fränkel Daniel (1821-1890) - Rabbi in Breslau, Rybnik und Frankfurt an der Oder, Dozent am jüdisch-theologischen Seminar in Breslau; Wilhelm Salomon Freund (1831-1915) - Jurist und Mitglied des Reichstags und vieler anderer lokal und international bekannter Persönlichkeiten. Auf der Mauer des Friedhofs befindet sich eine Tafel, die an den Tod von 450 Juden im Laufe des ersten Weltkriegs erinnert.

Die Internetseite des Museums für Friedhofkuns:

http://www.mmw.pl/muzeum/sztuki-cmentarnej.php