Queis Drukuj

Fluss Queis (poln. Kwisa)


Autobahnbrücke ca. beim 32. Kilometer


alt


Seit der Schlacht bei Liegnitz 1241, bildet der Fluss Queis eine deutliche Grenze zwischen der Lausitz und Schlesien.



 Bis zum 18. Jahrhundert trennte er auf etwa 100 Kilometern Länge die Gebiete der Herzogtümer in Schlesien, von denen der Oberlausitz und Sachsens. Der Queis entspringt am Hang des Weißen Steinrückens [poln. Izerskie Garby] im Isergebirge [poln. Góry Izerskie] und ist der linke, längste Zufluss des Flusses Bober [poln. Bóbr]. Größere Ortschaften am Queis sind: Bad Flimberg [poln. Świeradów-Zdrój], Greiffenberg [poln. Gryfów Śląski], Lauban [poln. Lubań Śl.] und Naumburg am Queis [poln. Nowogrodziec]. Schon im frühen Mittelalter wurde der Queis zur Gewinnung von wertvollen Edelmetallen und bei der Suche nach Gold genutzt. Hauptsächlich baute man die Edelmetalle in den Gegenden um Bad Flimberg, der Isergabelung und im Tal des roten Flusses ab. Später wurde das Tal des Queis von den Wallonen erkundet, welche unter anderem durch die Erforschung der Sudeten bekannt wurden. Da ein ständig wechselnder Pegelstand und unterschiedlicher Durchfluss des Wassers charakteristisch für diesen Gebirgsfluss sind, baute man Anfang des 20. Jahrhunderts zwei Talsperren, die Queistalsperre (1905) [poln. Jezioro Leśniańskie] und die Talsperre Goldentraum (1924), welche sich wunderbar in die Landschaft einfügen. Am Stausee der Queistalsperre liegt das berühmte Schloss Tzschocha [poln. Zamek Czocha].